Die Matrix-Ikone “Trinity”

Matrix © ivan kmit - Fotolia.com

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Wer kennt nicht den Film Matrix. Er ist berühmt geworden wie sonst kaum ein zweiter. Dabei geht es ganz einfach um die Frage, was die Wirklichkeit für den Menschen ausmacht und inwiefern dieses Konzept genutzt werden kann, um Wirklichkeit zu simulieren, ohne dass man einen Unterschied zwischen Wirklichkeit und gezielt organisierter Fiktion erkennen kann. Die Idee geht zurück auf das Hauptwerk des deutschen Philosophen Arthur Schopenhauer und seine Theorie von “Die Welt als Wille und Vorstellung”. Dabei geht es explizit darum, dass das, was wir als Realität wahrnehmen durch die Wahrnehmung als solche erst seine Verankerung in Raum und Zeit erhält.

Ohne uns, als dem wahrnehmenden Subjekt, könnte sich keine Existenz objektivieren, da nichts den dazu notwendigen Stimulus interpretieren würde. Ein Tisch ist dann nur ein Tisch, wenn ein Wahrnehmendes ihn sieht, fühlt, hört riecht usw. Dadurch, dass unser Verstand zusätzlich neben den Eigenschaften der Verortung auch den einer zeitlichen Verankerung initiiert, wird der Tisch existente Materie. Dieses Konzept gilt aber auch vice versa für das Wahrnehmende. Alle Informationen, die ein Objekt in uns zu einem Objekt macht, werden vermittelt über den Sinn und interpretiert, je nach seiner Natur. Der Gesichtssinn interpretiert das Bild des Tisches über eine Lichtspiegelung auf der Retina, so wie das Ohr Schallwellen auffängt und interpretiert oder aber über das Haptische ein elektrischer Reiz über Nervensynapsen der Haut weitergeleitet erst im prozessiven Gehirn seine Empfindung quasi arbiträr zugeordnet bekommt. Am Ende wird dieses Konzept nutzbar gemacht, um Reize zu simulieren und via artifiziell generierten Stimuli abstrakte Realitäten zu konstruieren, die das Wahrnehmende als absolut real empfindet. Im Grunde ist das, was das Wahrnehmende als real empfindet sogar real.

Im Film wird die philosophische Grundfrage in einen spannungsgeladenen Actionfilm umgewandelt. Spannend sind aber auch die vielen Kampfszenen von Trinity. Berühmt ist die Filmfigur auch für ihre Verfolgungsfahrt auf einer Ducati (Matrix Reloaded). Im Film handelt sich dabei nicht um eine Sporttouring-Variante, wie etwa einer Ducati ST2, sondern selbstverständlich um eine echte Supermotto-Maschine, die legendäre Ducati 996. So oder so ist Matrix ein toller Film, der viel zu bieten hat. Action und Philosophie.

 

‘Hipster – Eine transatlantische Diskussion’

Hipster © veselovfoto - Fotolia.com

Hipster © veselovfoto - Fotolia.com

Er hat gute Aussichten auf das Unwort des Jahres: Der Hipster. Der ist derzeit in aller Munde. Fragt man aber genauer, was ein Hipster eigentlich ist, merkt man, wie unreflektiert der Begriff eingesetzt wird. Ist nun alles, was hip ist, automatisch uncool? Ein kleiner Versuch.

Hipster tragen typischerweise ein auffälliges Brillengestell mit besonders smarten, meist quadratischen Gläsern à la Woody Allen, ein ärmelloses Feinripp-Unterhemd, haben locker einen Jutebeutel mit besonders schlauem Ausspruch über der Schulter, mindestens ein Produkt von Apple, einen Drei-Tage-Bart – auch wenn er oft noch nicht so aussieht – sind spindeldürr und machen sich durch hautenge Jeans und Oberteile noch dünner – Männer wie Frauen natürlich. Und: Der Hipster ist natürlich total uncool und unbeliebt, weil er einfach irgendwelchen Trends hinterläuft. Der Trend derzeit heißt: Individuell sein. Und niemand missversteht das mehr, als diese Woody Allen Kopien überall in den Metropolen auf der ganzen Welt. Hipster findet man in Berlin genauso wie in New York oder auch im letzten Kaff.

Doch so eine Definition ist gefährlich: Denn alle diese Elemente können eben auch wirklich cool und individuell sein. Woher weiß ich, dass dieser Hipster hier nur aus verfehlter Coolness diese Brille trägt, der andere Typ da aber einfach kurzsichtig ist und aus der Not eine Tugend gemacht hat? Entscheidet das Einkommen darüber, wer Hipster ist und wer nicht? In der Tat sind besonders viele Hipster weiß, verdienen nicht schlecht und sind männlich. Aber nicht ausschließlich. Damit wären wir also auch keinen Schritt weiter.

Hip ist eben, was hip ist. Und manchmal, was es eben nicht. Wann aber was und in welchem Maße – das steht in den Sternen geschrieben. Oder in irgendwelchen Modegesetzen, denen unser aller Unterbewusstsein oder sonst etwas gehorcht. Wie ist dieses Phänomen sonst zu erklären? Wie kann dasselbe einmal cool und einmal völlig Mainstream sein? Am Ende hilft nur eins: Sich selbst treu bleiben. Und wer dafür als Hipster beschimpft wird, hat es bei seinem Gegenüber mit einem Hipster zu tun. Garantiert.

Moderne Archäologie: Banksybild in Berlin gefunden

Banksy © pierre33 - Fotolia.com

Banksy © pierre33 - Fotolia.com

Das ist Archäologie, nur einmal ganz anders: Nicht auf den Spuren von Pharaoen oder den alten Römern, sondern des Street-Art-Künstlers Banksy, der sich zunehmender Popularität erfreut. Denn dieser hatte vor acht Jahren ein Bild an eine Wand des Künstlerhauses Bethanien im Szene-Viertel Berlin-Kreuzberg gesprüht, das einfach übermalt wurde. Damals nannte man Banksy schließlich noch nicht den berühmtesten Street-Art-Künstler der Welt, kaum jemand hatte überhaupt schon von ihm gehört, allenfalls jenseits des etablierten Kunst-Zirkus’ nahm man ihn war. Noch dazu entstand das Bild im Rahmen eines Sprayer-Wettbewerbs – Banksys Beitrag war nur einer von vielen. Das seinem Bild nun aber so eine verspätete Aufmerksamkeit zu Teil wird, dürfte Banksy freuen: Rund 20 Lagen Farbe mussten von zwei Restauratoren zehn Tage lang entfernt werden, um das Werk freizulegen. Das Bild zeigt fünf lebensgroße Soldaten mit Maschinengewehren, Flügeln und gelben Smiley-Gesichtern. Über ihren Köpfen erstreckt sich der Schriftzug “Every picture tells a lie!”.

Dass die Öffentlichkeit dieses Stück Street-Art nun wieder bewundern kann, ist Adrian Nabi und Brad Downey zu verdanken. Nabi kuriert die Ausstellung “Do not think!”, die derzeit im Kunsthaus Bethanien läuft und fünf berühmte Street-Art-Künstler versammelt. Brad Downey ist einer von ihnen. Er war auch schon beim gleichen Festival vor acht Jahren dabei wie Banksy – und erinnerte sich an dessen Werk. Er ließ nicht nur das Bild wiederherstellen, sonder strich den Raum rot und ließ gewisse Stücke aus dem Putz fräsen. Der Staub der Bauarbeiten ist einfach liegengelassen worden. “What lies beneath” nennt Downey seine Zeitreise. Dabei hat er weniger die offensichtliche Interpretation im Blick, sondern wagt viel eher eine harsche Kritik am Kunstmarkt: Es gehe nicht mehr um Inhalte, sondern nur noch um den ökonomischen Wert. 

Streetart im Museum: Die Ausstellung ‘Wallflower’

© Binkski - Fotolia.com

© Binkski - Fotolia.com

Streetart im Museum: Die Ausstellung ‘Wallflower’.

Bei der Ausstellung Wallflower, die von Stefan Winterle in der Carhartt Gallery Wheil am Rhein, ausgerichtet wird, ist vieles anders als bei traditionellen Veranstaltungen. Die Künstler sind keinesfalls gestandene Größen der lokalen Kunstszene. Vielmehr sind sie Jäger der Nacht, Schattengestalten, die ihre Werke bis heute an die Wände europäischer Großstädte sprühen und deshalb von der Presse auch nicht abgelichtet werden dürfen. 

Ein Großteil der Werke entsteht bei “Wallflower” vor Ort. Alles soll so authentisch wie möglich wirken. Die Größen der Szenen aus Amerika und ganz Europa hat Winterle hier zusammengeführt. In der Gallerie erklingt eine Mischung aus Funk und Hip-Hop Musik. Man hat das Gefühl in die Gründerzeiten der Sprayerzeiten zurückversetzt worden zu sein. 

Auf bis zu vier Quardratmetern konnten die Sprayer sich austoben. Längst sind aus den Straßenkünstlern hippe und gefragte Künstler geworden. Über die Hälfte der Künstler hat bereits auf der Art Miami Basel ausgestellt. Nach dem Erfolg der letzen Ausstellungen, die sich alle mit der urbanen Kunst beschäftigten, hat sich die Carharrt Gallery einen guten Ruf erarbeitet. Die Künstler kamen bereitwillig, obwohl sie meist einen mehr als vollen Terminkalender besitzen. 

Die Gallerie wurde von der Sprayerlegende Sigi von Koeding alias Dare aufgebaut und erhielt 2010 nach seinem Tod eine neue Ausrichtung. Wallflowers ist nun die erste offizielle Winterausstellung seit diesem traurigen Ereignis. 

Kraftwerk im Museum

Futurismus © Cmon - Fotolia.com

Futurismus © Cmon - Fotolia.com

Eine der wohl einflussreichsten deutschen Bands kommt nun ins Museum: Das Schaffen der vier Elektro-Pioniere von Kraftwerk kann nun virtuell in 3-D bewundert werden. Schon 1981 durchschauten die technikaffinen Jungs aus Düsseldorf die Gefahren der virtuellen Welt für Datenschutz und Privatssphäre. Das allein ist ein guter Grund, warum sich der Münchener Kunstbau zu Recht der Band widmet. Zuvor gibt die Formation drei Konzerte im alten Münchener Kongress-Saal von 1953.

Kraftwerk ist das für den Musikkosmos das, was etwa Kadisnky für die Malerei oder Fritz Lang für den Film ist: Visionäre, Pinoniere, gefangen zwischen Begeisterung und Befürchtung der neuen Technologien. Kraftwerk lassen sich sogar besser als Sci-Fi-Bildung in Musikform verstehen, als als Musiker, die sich für technische Neuerungen interessieren. Minimal Art, die Kunst am Rhein während der 60iger Jahre, Theaterräume wie die aus dem Almanach des “Blauen Reiters”, dialektische Zukunftsträumereien, Retrofuturismus: Das alles kann in einen sinnvollen Zusammenhang mit Kraftwerk gestellt werden – und es gelingt in München.

Neben der Musik war die Inszenierung der Live-Shows einer der wichtigsten Aspekte von Kraftwerk. Plasmaschirme, aufwendige Animationen, hoch künstlerische Bühnenbilder: Das alles kann in München mit 3-D-Brillen wiedererleben, fast realer, als bei einem Konzert von Kraftwerk dabei zu sein. Setzt man eine Brille auf, wird man beschossen von grünen Digitalziffern und Quellcodes. Dazu die Stimme Ralf Hütters: “Nummer. Zahlen. Handel. Leute.” In den Ecken des Raumes stehen die vier Musiker als Puppen – oder eben als Roboter, ganz, wie man will.

Die Ausstellung läuft leider nur einen Monat lang, weshalb Fans und Interessierte sich beeilen sollten. Wer auf die Schnelle kein Hotel findet, sollte sich im Internet erkundigen, dort finden sich schnell und einfach Hotelzimmer. Diese können direkt gebucht werden und sind sofort verfügbar. Viel Spaß bei der Reise zurück in die Zukunft oder vorwärts in die Vergangenheit!

Die Frankfurter Buchmesse

Frankfurter Buchmesse, Foto: bebal_flickr

Frankfurter Buchmesse, Foto: bebal_flickr

In Frankfurt findet derzeit die Buchmesse statt. Bei dieser darf man gespannt sein wie richtungsweisend sie sein wird im Bezug auf die Modernität und Zukunft des Buches. So merkte man in den letzten Jahren auf der Messe nicht viel zu Themen wie etwa E-Books. Doch das scheint sich nun etwas geändert zu haben. So scheint auch die Buchwelt mit ein paar Jährchen Verspätung im 21. Jahrhundert angekommen zu sein. So findet die Eröffnungsveranstaltung in einem offenen Ufo statt. Das ist jedoch mehr der Verdienst von Audi, da diese dies noch von der Autoausstellung haben stehen lassen. Schon dort wird erklärt, dass man sich vor der Zukunft ich Acht nehmen muss.

So gibt es zwar weiterhin fast ausschließlich nur Bücher in Papierform auf der Messe zu bestaunen, jedoch verfügen die Verantwortlichen über einen neuen Wortschatz.  Begriffe wie Autor oder Verleger gehören der Vergangenheit an und werden durch Anglizismen wie  StoryDrive oder Open Talks ersetzt.

Hinzu kommt, dass zwar E-Books diskutiert und betrachtet werden, jedoch machen gerade diese in Deutschland einen wirklich geringen Anteil der Bücher aus. Aber man sollte auf jeden Fall bedenken, dass mit jedem neuen Tablet-PCs auch der Umsatz der E-Books steigen wird. Hinzu kommt außerdem, dass die Sparte mit großer Online-Kriminalität zu kämpfen hat. So sollen über 60 % der E-Books illegal aus dem Internet geladen worden sein. Ein Problem, mit dem die Musik- und Filmbranche schon lange zu kämpfen hat, wird nun also auch zum Thema für die Buchbranche.

Gastgeberland auf der Messe ist dieses Jahr übrigens Island. Diese überzeugen mit einem schön gestalteten Stand und wissen durch Masse zu überzeugen. So hat das kleinste Land, was je in die Gastgeberrolle schlüpfte, immerhin über 1500 Neuerscheinungen und 38 Autoren auf der Messe zu bieten.

Hartz IV Möbel

24 Euro Sessel

Wir leben in einer Luxus- und Spaßgesellschaft. Dabei wissen die meisten gar nicht mehr wieviel eigentlich die Dinge wert sind, geschweige denn wie sie produziert werden. Doch seit der Wirtschaftskrise beschäftigt sich auch die Bevölkerung in den Industriestaaten wieder mehr damit, was eigentlich Luxus für einen ist. So möchte man weg vom Trend nur sinnlos zu konsumieren. Viel mehr geht es darum, sich wieder bewusster mit den eigenen Besitztümern auseinander zu setzen.

Und diesen Geist der Zeit trifft Le van Bo genau auf dem Kopf. Dieser ist Architekt und hat seine eigene Möbelkollektion kreiert. Dabei geht es vor allem darum, sich nicht einfache teure Möbel zu kaufen und diese in die Wohnung zu stellen, sondern viel mehr selbst Hand anzulegen und zu begreifen wie das Möbelstück überhaupt konzipiert wurde. So bezeichnet er seine Reihe auch als “Möbel für Hartz IV” Empfänger.

So hat er zum Beispiel einen Sessel konzipiert, der 24 Euro kostet und damit zur günstigeren Sorte gehört. Dabei beansprucht dieser ungefähr 3 Tage Zeit zum zusammenbauen. Zeit die ein Hartz IV Empfänger auf jeden Fall hätte. Nur ob er sich diese Zeit nehmen möchte ist die andere Frage. Doch genau, dass ist der Knackpunkt den Le van Bo treffen möchte. Wer seine Möbel benutzen möchte, der muss entscheiden ob es ihm Wert ist diese Zeit und Arbeit dort hinein zu stecken.

Außerdem möchte er noch eine andere Debatte loslösen. So will er zeigen, dass man Deutschland nicht einfach in “Hartz IV Empfänger und “Nicht Hartz IV Empfänger” teilen kann. Dies zeigt auch der Verkauf seiner Möbelkollektion, so wird diese sowohl von Hartz IV Empfängern, also auch von nicht-Empfängern gekauft. So geschieht es nun, dass wenn man bei google “Hartz IV Möbel” eingibt, nicht nur klischeehafte heruntergekommene Möbel erscheinen, sondern genau seine Kollektion.

Medienmogul Rupert Murdoch

Rupert Murdoch, Foto: Duncan Davidson_Flickr

Zurzeit ist in den Medien der Abhörskandal des Medienmoguls Rupert Murdoch sehr stark vertreten und zieht bekanntlich weite Kreise. Doch wer ist eigentlich Rupert Murdoch? Kaum einem Otto-Normalverbraucher dürfte dieser Name vor dem Skandal etwas gesagt haben. Aber mit Sicherheit die Produkte die diesem Mann gehören kennt man.

Immerhin mischt Rupert Murdoch seit über einem halben Jahrhundert in den verschiedensten Medienbranchen mit. So baute sich dieser seit 1952 ein riesiges Medienimperium auf. So ist seine “News Corporation” einer der größten Medienkonzerne weltweit. So umfasst dieser Zeitungen, Fernsehsender, Verlage, Filmstudios sowie Satelliten- und Telekommunikationsunternehmen. Zu den bekanntesten gehörten da wohl der US-Sender “Fox”, das “Wall Street Journal” und nicht zu vergessen das Hollywood Studio “20th Century Fox”. So überrascht es nicht, dass dieses Unternehmen im letzten Jahr 33 Milliarden Dollar Gewinn machte. Zurzeit hat er aufgrund des Skandals mit einer Menge Rücktritten bei seinen Zeitungen zu kämpfen und muss nun schauen nicht alles zu verlieren.

Hier ein kurzer Überblick der wichtigsten Zeitungen der “News Corporation”:

Seit 1981 gehört “The Times” zu seinem Konzern. So werden bei einer Auflage 650 000 Exemplare gedruckt und auch die Online-Ausgabe ist mittlerweile kostenpflichtig. 1969 kaufte er die “Sun” auf um aus ihrer eine große Boulevardzeitung zu machen. Mittlerweile gehört sie zu den auflagenstärksten englischsprachigen Zeitungen und erwirtschaftet jährlich ungefähr 100 Millionen Pfund. So gehört auch seit 1981 die “Sunday Times” zu Murdochs Konzern und besitzt unter dem sich seit 1995 im Amt befindenden Chefredakteur John Witherow eine Auflage von über 1,3 Millionen Exemplaren. Ähnlich verhält es sich beim “Wall Street Journal”. Diese amerikanische Zeitung hat eine Auflage von 1,8 Millionen Exemplare. Interessant ist, dass diese den Republikanern sehr nahe steht, jedoch nie eine Wahlkampfempfehlung abgibt. Außerdem gehört sie zu den jüngsten Mitgliedern, da sie trotz Protesten von über 200 Journalisten seit 2007 zum Murdoch Konzern gehört.

Was ist Minimal Art?

Minimale Kunst heißt „Minimal Art“ zu Deutsch und fand in den 60er Jahren ihre Anfänge. Sie zeigte sich in den USA als wichtige Erneuerungsbewegung der Skulptur nach 1945.

Bei der Entstehung des Begriffes deutet vieles darauf hin, dass er 1965 durch Richard Wollheim, einem amerikanischen Kunstkritiker, erste Verwendung fand. Im Jewish Museum in New York fand 1966 eine programmatische Ausstellung statt. Unter dem Titel „Primary Structures“ wurden die gegenstandslosen Skulpturen aus stark reduzierten, geometrischen Körpern gezeigt, die die Minimal Art ausmachen. Die charakteristische Gestalt dieser Skulpturen zeigt sich in Primärformen wie Kubus, Kugel, Quader oder Zylinder und sollen nicht für metaphorische oder illusionistische Zwecke dienen. Mittelpunkt sind hier die Wechselbezüge der einzelnen Elemente sowie Licht- und Raumverhältnisse.

Minimal Art, Foto: glasseyesviews_flickr

Minimal Art vereint bestimmte Bereiche des Konstruktivismus und der konkreten Kunst. An das Hard Edge der Malerei erinnernd, fasst sie vor allem die Skulptur ins Auge und entstand als Gegenbewegung der Gegenständlichkeit in der Pop Art und dem subjektiven abstrakten Expressionismus. Rationale Blockformen sorgen für einen hermetischen Eindruck, aber auch eine spielerische Komponente zeichnet diese Kunstform aus. So ist zu erkennen, dass nach gewissen mathematischen Gesetzen Elemente ab- oder zunehmen oder Leerräume zwischen den Teilen der Skulptur gelassen werden. Wichtig dabei ist das Gestaltungsprinzip der Reihung. Zum Baustein der gesamten Skulptur werden gleiche Elemente, die in eine reihenartige Anordnung gebracht werden. Man hat es hier also mit einer Stilrichtung zutun, die präzise kalkuliert, sachlich und rational bleibt und Gesetzmäßigkeiten folgt, die objektiv scheinen. Ebenso zeitlos scheint sie und frei von jeglichen subjektiven „Schliffen“ durch den Künstler.

Carl Andre schuf flache, begehbare Metallplatten, Donald Judd farbige, kastenartige Wandobjekte. Auch die quaderförmigen Gitterstrukturen von Sol LeWitt gehören zu den wichtigsten Arbeiten. Bedeutende Künstler sind neben Dan Flavin, John McCracken und Robert Morris in Deutschland beispielsweise Friedrich Gräsel und Alf Lechner.

Auf Concept Art, die als konsequente Weiterführung dieser Stilrichtung angesehen wird, und Land Art hatte Minimal Art bedeutenden Einfluss. Viele Künstler bewegen sich während ihrer Arbeit in allen diesen Stilformen.

Mittlerweile zeigen auch Möbel von Zeus oder Philippe Starcks Einflüsse des Minimalismus im Design. Ebenso findet man die Minimal Art in ihren Stilmerkmalen bei Arbeiten von Metamemphis in der bildenden Kunst wieder.